seit 1999

Die ersten Schritte in der experimentellen Ölmalerei machte ich auf Papier. Sehr schnell erlebte ich, dass Papier zwar geduldig, jedoch nicht reißfest ist. So wechselte ich den Malgrund und gleichzeitig das Format. Statt DIN Norm-Papier stand nun eine zehn Meter lange Leinwandrolle zur Verfügung, eine Einladung für mich zu neuen Formaten. Ich habe viele ausprobiert und das Quadrat für mich als Gestaltungsraum entdeckt. Die meisten meiner Werke sind seitdem quadratisch oder basieren auf der Grundform des Quadrates, das die Breite und – ein Vielfaches dessen – die Länge des fertigen Bildes vorgibt.

Lasierende und deckende Ölfarben, Holzleim, Gummiwalze, Lappen, Spachtel zum Auf- und Abtragen – meine Grundausstattung ist sehr einfach. Für metallische Effekte nutze ich Acrylfarbe, Goldpigmente oder Metallfolie. Pinsel gebrauche ich selten und eigentlich nur, um borstige Strukturen im fingerdicken Farbauftrag zu hinterlassen. Das funktioniert übrigens auch mit Luftpolsterfolie und Toilettenpapier, eine Drucktechnik, die ich bis heute gerne einsetze.

Das Mehrschichtprinzip verleiht meinen Bildern einen annähernd plastischen Tiefgang. Untergründe werden deckend oder lasierend überarbeitet, Collagenmaterial überdruckt und Schriftzüge übermalt, um dann wieder mit einer frischen Schicht versehen zu werden. Durch die Nass-in-Nass-Technik verschwimmen Elemente ineinander. Striche und Strukturen durchdringen den Farbauftrag bis in die untersten Schichten.

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Experimente in Öl

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